Unser Dezember – Zwischen Weihnachtszauber, Reisen und einem sanften Neubeginn
- feelslikecrete

- 3. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Der Dezember begann für uns anders als all die Monate davor. Aufregender. Erwartungsvoller. Und mit einem Gefühl, das wir fast ein Jahr lang nicht mehr hatten: Urlaubsgefühl. 9 Monate nach unserem letzten Urlaub stand unsere erste richtige Auszeit an – eine Reise, die uns aus unserem Alltag heraus und gleichzeitig noch tiefer hinein ins griechische Lebensgefühl führen sollte.
Auf geht es: Von Chania nach Athen
Am frühen Nachmittag ging es für uns von Chania nach Athen. Allein dieser Moment fühlte sich besonders an: Flughafen, Boarding, fremde Stimmen, dieses leise Kribbeln, wenn man weiß, dass man gleich Neues entdecken darf. In Athen angekommen, fuhren wir mit der U-Bahn ins Zentrum. Ziel: Monastiraki.
Vom Platz aus ging es zu Fuß zum Hotel – vorbei an Gassen, die schon weihnachtlich geschmückt waren, an kleinen Läden, Straßenmusikern und Cafés. Athen im Dezember ist laut, lebendig und gleichzeitig festlich. Nicht kitschig, sondern warm. Genau richtig.
Weihnachtliches Athen – Lichter, Gassen und echtes Großstadtgefühl
Den Abend in Athen verbrachten wir mit einem langen Spaziergang. Einfach treiben lassen. Besonders hängen geblieben ist die kleine Gasse zum Little Kooks Café – ein Ort, der wirkt wie aus einem Märchen. Überbordende Dekoration, Lichter, Figuren, Farben. Man kann darüber denken, was man will – aber man bleibt stehen. Und man lächelt.
Ein weiteres Highlight war der Syntagma-Platz. Groß, offen, festlich beleuchtet. Hier spürt man, dass Athen nicht nur Hauptstadt, sondern Herz des Landes ist. Wir haben das weihnachtliche Treiben aufgesogen, gefilmt, fotografiert und einfach genossen.
Mit dem Mietwagen Richtung Norden – Meteora ruft
Am nächsten Tag ging es mit der U-Bahn zurück zum Flughafen. Mietwagen übernehmen, Route einstellen – und los. Ziel: Meteora. Die Fahrt in den Norden fühlte sich an wie ein kleiner Roadtrip durch ein anderes Griechenland. Weniger Meer, mehr Berge. Mehr Weite. Mehr Stille.
Unser Boutique-Hotel war ein absoluter Glücksgriff: klein, ruhig – mit Sauna direkt im Zimmer. Nach der Fahrt genau das Richtige. Ankommen, durchatmen, warm werden.
Meteora – Orte, die man nicht vergisst
Die Meteora-Klöster sind schwer zu beschreiben. Man muss sie sehen. Diese gewaltigen Felsen, auf denen sich die Klöster scheinbar unmöglich halten, wirken fast surreal. Wir besuchten unter anderem das Varlaam-Kloster und das Dreifaltigkeitskloster. Beide beeindruckend – jedes auf seine eigene Weise.
Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch leiser wird. Langsamer. Ehrfürchtiger.
Trikala & die „Fabrik der Elfen“
Am Abend ging es weiter nach Trikala, wo sich Griechenlands größter Weihnachtsmarkt befindet: die „Fabrik der Elfen“. Und ja – der Name klingt kitschig, aber das Gefühl dort war einfach nur schön.
Lichter, Musik, lachende Kinder, warme Getränke, geschäftiges Treiben. Ein echtes Weihnachtsgefühl, das uns sofort abgeholt hat. Wir sind durch die geschmückten Wege geschlendert, haben uns treiben lassen und einfach den Moment genossen.
Natur, Weihnachtsmarkt & Kamera an
Am nächsten Tag erkundeten wir die Natur rund um Trikala. Wälder, Wege, frische Luft. Diese Mischung aus Bewegung und Ruhe tat unglaublich gut. Am Nachmittag zog es uns noch einmal zurück auf den Weihnachtsmarkt – diesmal mit Kamera.
Abschied von Meteora – und eine lange Rückreise
Am fünften Tag hieß es früh aufstehen. Unser letztes Ziel: das große Kloster von Meteora. Ein würdiger Abschluss dieser besonderen Reise. Danach machten wir uns auf den Rückweg nach Athen.
Doch Griechenland wäre nicht Griechenland ohne Überraschungen: Unwetter und Bauernproteste sorgten für massive Verzögerungen. Aus einer geplanten vierstündigen Fahrt wurden knapp acht Stunden. Müde, aber irgendwie auch gelassen.
Unterwegs legten wir noch einen spontanen Stopp beim Denkmal für Leonidas und die 300 Spartaner bei Thermopilon ein – ein Ort voller Geschichte, Kraft und Symbolik. Der letzte Abend in Athen verlief ruhig. Ein gemeinsames Essen, ein letzter Blick auf die Stadt. Dann: zurück nach Kreta.
Zurück auf der Insel – ein milder, sanfter Dezember
Der restliche Dezember verlief ruhig. Fast schon unwirklich ruhig. Auf Kreta hatten wir mildes Wetter mit Temperaturen bis zu 23 °C. An manchen Tagen konnten wir es kaum glauben – und gingen tatsächlich noch einmal im Meer baden. Dezember. Kreta. Sonne.
Es waren Tage ohne Termine. Ohne Druck. Mit Spaziergängen, kleinen Erledigungen und viel Zeit zum Nachdenken.
Kreta 2026 – ein Kalender, der uns überwältigt hat
Ein großes Thema im Dezember war auch der Versand unserer Kreta-Wandkalender 2026. Die vielen Bestellungen, die lieben Nachrichten, das positive Feedback – all das hat uns tief berührt. Zu sehen, dass unsere Arbeit Menschen begleitet, inspiriert und Freude macht, ist alles andere als selbstverständlich.
Rückblick & Ausblick – ein Monat des Übergangs
Der Dezember war für uns ein Monat des Abschlusses. Wir haben das Jahr 2025 Revue passieren lassen, reflektiert, ausgewertet. Was hat funktioniert? Was nicht? Was hat uns getragen? Und wohin wollen wir 2026?
Gleichzeitig war es ein Monat des Neuanfangs. Neue Ideen. Neue Pläne. Neue Wege, die sich langsam abzeichnen.
Weihnachten auf dem Balkon – Sonne, Heimat & Herz
Weihnachten feierten wir auf unsere ganz eigene Art. Frühstück auf dem Balkon. Sonne. Rund 20 °C. Ein Blick ins Grüne. Und später dann doch ganz klassisch: Rotkohl, Klöße und Braten.
Ein Nasch- und Überraschungspaket den Familienangehören sorgte für dieses ganz besondere Heimatgefühl, das man selbst in der Sonne Kretas manchmal braucht.
Silvester – Gemeinschaft & leiser Abschied
Den 31.12. verbrachten wir zunächst im Dorf Kournas, in der Taverna Babis. Dort bereiteten die beiden Auswanderer Arno und Barbara traditionelle niederländische Oliebollen zu. Ein wunderbarer Start in den Tag mit netten Gesprächen, neuen Bekanntschaften und diesem Gefühl von Gemeinschaft, das unter Auswanderern oft ganz besonders ist.
Später ließen wir das Jahr zu zweit ausklingen: Raclette, Ruhe, ein Blick über Chania und sein Feuerwerk. Kein großes Spektakel. Sondern genau richtig.
Unser Fazit
Der Dezember war für uns ein Monat voller Kontraste: Reisen und Ankommen. Großstadt und Stille. Rückblick und Aufbruch.
Ein Monat, der uns gezeigt hat, wie reich sich ein Leben anfühlen kann, wenn man sich Zeit nimmt – für Orte, für Menschen und für sich selbst.
Und mit diesem Gefühl sind wir ins neue Jahr gestartet. Wir wünschen euch allen ein gesundes Jahr 2026, dass euch vollends erfüllen möge. Liebe Grüße aus Kreta Jule & Axel




Sehr schön geschrieben, bin jetzt erst darauf gestoßen, werde heute wohl den Tag mit Lesen verbringen. Alles Gute für 2026 und bleibt gesund! Liebe Grüße aus München, Anneliese
Super, danke Euch!